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Leasingnehmer
IAS 17, SAP Leasing, Leasing SAP, Klassifizierung, IAS 17 SAP, SAP IAS 17, SAP Klassifizierung, Klassifierung SAP, SAP LAE Eine Leasinglösung für Leasingnehmer wurde im SAP Standard bisher noch nicht umgesetzt. Leasingverträge können nur mit einem CRM System – welches zusätzlich implementiert werden muss - erfasst und somit im System verarbeitet werden. Dieses Defizit hat die Strike Consulting GmbH durch eine eigene Lösung – Customer Leasing Interface – ausgeglichen. Aufbauend auf die SAP Standardlösung wurde ein Prototyp für ein Finanzierungsprogramm inkl. Erfassungsmaske entwickelt, der an die SAP Standardlösung angebunden ist. Mit dieser Individuallösung besteht die Möglichkeit, die SAP Leasing-Standardlösung ohne ein CRM System zu betreiben.

Der abgeschlossene Leasingvertrag wird im ERP über eine Eingabemaske erfasst. Hier werden zunächst der Geschäftspartner, die Vertragslaufzeit, die Kündigungsregeln und die allgemeinen Konditionen erfasst. Im nächsten Schritt wird das Leasingobjekt mit seinen spezifischen Daten angelegt. Ferner werden die Leasingrate, die zugrunde liegenden Zinssätze und der beizulegende Zeitwert hinterlegt. In der Eingabemaske wird nun automatisch der Leasingvertrag in Abhängigkeit der relevanten Rechnungslegungsvorschriften klassifiziert. Die Rechnungslegung kann parallel nach HGB, IFRS und US-GAAP erfolgen. Je nach Rechnungslegungsvorschrift werden nun der Zins- und Tilgungsplan, die Barwerte und der Kalkulationszins anhand der Finanzmathematik in der Eingabemaske berechnet. Gemäß dem Ergebnis der Klassifizierung in der jeweiligen Rechnungslegungsvorschrift wird ein Anlageobjekt in der Anlagenbuchhaltung erstellt. Darüber hinaus werden automatisch Abgrenzungsbuchungen und Einmalbuchungen erzeugt. Die Belastung der Kreditorenkonten im ERP System mit fälligen Zahlungen erfolgt über die Freigabe in der Eingabemaske automatisch. Änderungsprozesse an bestehenden Verträgen können während und am Ende der Laufzeit durchgeführt werden.

Bei Sale and Leaseback wird zunächst der Verkaufsvertrag in der Eingabemaske erfasst. Hierfür werden der Verkaufzeitpunkt und die Zahlungseingänge benötigt. Der Verkaufsgegenstand wird aus der Anlagenbuchhaltung im ERP System generiert. Die Aufteilung der Verkaufserlöse gemäß der Umsatzrealisierungskriterien IAS 18 wird generiert. Gleichzeitig erfolgt die Ausbuchung bzw. Umbuchung der Anlageobjekte in der Anlagenbuchhaltung im ERP System. Die Verkaufsgewinne werden ermittelt. Der Leasingvertrag kann nun generiert werden (siehe Prozess Leasingvertrag). Aus dem zugrunde liegenden Leasingvertrag werden nun die Laufzeit und der Aktivierungszeitpunkt an den Verkaufsvertrag übergeben. Abschließend werden gegebenenfalls die Veräußerungskosten und die Gewinne aus dem Anlagenabgang abgegrenzt.

Um Rückbauverpflichtungen abbilden zu können, werden zunächst die Daten des Mietereinbaus in der Anlagenbuchhaltung im ERP System erfasst. Im nächsten Schritt wird der zugrunde liegende Leasingvertrag in der Eingabemaske ermittelt. Die Daten des Mietereinbaus werden nun an den Rückbauverpflichtungsvertrag übergeben. Der Rückbauverpflichtungsvertrag wird generiert. Nun werden die Daten des Leasingvertrages in den Rückbauverpflichtungsvertrag übernommen. In diesem werden die Daten aus der Kostenschätzung, der Inflationsindex und der Diskontierungssatz hinterlegt. Die Berechnung der Barwerte, der Rückstellung und der Aktivierungsbeträge erfolgt anhand der angeschlossen Finanzmathematik im Anschluss. Der Rückbauverpflichtungsvertrag wird nun aktiviert. Dadurch wird die Anlagenbuchhaltung aktualisiert, die Rückstellungen gebildet und die periodischen Buchungen angestoßen.

 

Stephan Schneider
Stephan Schneider
Geschäftsführer
Mail: SSchneider@strike-consulting.com
Tel.: +49 (0) 711 75859152
Fax: +49 (0) 711 75859131